Willkommen!

Herzlich Willkommen auf der Webseite unseres Mittelalterlichen Dorfes Steinrode!

Acht Kilometer südlich von Hann. Münden, mitten im schönen Kaufunger Wald gelegen, erscheinen die Dächer des Modelldorfes. Wir bieten Ihnen einen Einblick in das mittelalterliche Leben, in alte Handwerke und vieles mehr! Ob als Familie mit Kindern, als Schulklasse oder zum Geburtstag - bei uns ist für jeden und jede etwas dabei!

Bei uns heißt es besuchen, buchen, mitmachen!

Sonntagsöffnung geht in den Endspurt

Das mittelalterliche Modelldorf Steinrode ist in der Saison 2022 noch bis zum 9. Oktober sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr für Besucher*Innen geöffnet. Erwachsene Besucher zahlen drei Euro „Wegezoll“, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei. Im Dörfchen warten Spielemöglichkeiten, Mitmachaktion(en), kurze Führungen und ein kleiner Imbiss auf die Gäste.

In der kommenden Saison 2023 werden wir nicht mehr jeden Sonntag von März bis in den Oktober öffnen, sondern nur noch ein Mal pro Monat plus einige Zusatzveranstaltungen. Termine und Programme werden rechtzeitig vor der neuen Saison bekannt gegeben. 

Kontakt: info@steinrode.de

Vogthaus in Steinrode erhielt neues Dach

Hann. Münden. Lange war es undicht und die Nässe drohte bereits, den hölzernen Dachstuhl anzugreifen, doch jetzt ist die Gefahr gebannt: Dank einer Spende des Mündener Lions Clubs in Höhe von 3000 Euro konnte das Vogthausdach in Steinrode saniert werden. 
Das mittelalterliche Modelldorf Steinrode, auf dem Steinberg im Kaufunger Wald gelegen, dient als außerschulischer Lernort. Kindern und Jugendlichen soll hier Geschichte, Natur und traditionelle Handwerksarbeit nähergebracht werden. Träger des Dorfes ist der gemeinnützige „Förderverein für Umweltbildung und Waldpädagogik an Schulen, Libellula e.V.“. Von einem Palisadenzaun umgeben, verfügt das Dorf über Gebäude wie Schmiede, Küche, Holzwerkstatt, Töpferstube sowie ein großes „Vogthaus“, das Platz für eine ganze Schulklasse bietet. Es bildet somit einen besonderen Lernort, an dem Schülerinnen und Schüler Geschichte begreifen, Nachhaltigkeit erleben und Naturkreisläufe kennenlernen können. Sie erfahren hier, dass Rohstoffe nicht unendlich vorhanden sind, und sehen in der Praxis, wie vielfältig nachwachsende Rohstoffe verwendet werden können. 
Das Modelldorf ist somit kein Museum, sondern, mitten im Wald gelegen, bieten sich hier Kindern reichlich Möglichkeiten für Erfahrungen mit der und in der Natur.
Notwendige Instandsetzungs- und Pflegearbeiten an der Anlage werden laufend durch den Trägerverein erledigt. Für die umfangreichere Erneuerung des Daches des Vogthauses waren jedoch professionelle Hilfe und die Unterstützung durch Sponsoren erforderlich. Der Mündener Lions Club stellte dazu 3000 € zur Verfügung. Der Kasseler Betrieb Jörg´s Dachdecker GmbH erklärte sich bereit, für diese Summe die Arbeiten fachgerecht zu übernehmen, spendete das Material und leistete obendrein auch noch etliche Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Nunmehr trotzt das Vogthaus wieder allen Witterungsbedingungen.  
Im nächsten Schritt – dies nun wieder ehrenamtlich – soll das Dach wieder begrünt werden. Dazu sucht Libellula Freiwillige, die bereit sind, mit anzupacken, denn nun muss die Erde, die für die Sanierung abgetragen worden war, wieder nach oben. 
Kontakt: E-Mail info@steinrode.de .

Das Dach des Vogthauses in Steinrode musste instandgesetzt werden. Dazu trug der Mündener Lions Club mit einer Spende in Höhe von 3000€ bei.

 

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Mach doch mal ein FÖJ!
Mittelalterdorf Steinrode ist eine von über 200 Einsatzstellen in Niedersachsen

Nach dem Lern-Stress zum Abi einfach mal raus: Das war einer der Beweggründe für Wiebke Bremers, sich um ein FÖJ zu bewerben, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Über die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz kam Wiebke Bremers ins mittelalterliche Modelldorf Steinrode nach Hann. Münden. Seit September 2021 ist sie, zusammen mit ihrem FÖJ-Kollegen Julian Wohler, in Steinrode direkt, aber auch hinter den Kulissen aktiv und von der Vielfalt der Möglichkeiten, die diese Einsatzstelle bietet, ganz begeistert. Das Bewerbungsverfahren für die nächste FÖJ-Runde läuft, bewerben kann man sich direkt bei der Akademie (siehe Hintergrund!).

Handwerkliches, Kreatives und der Umgang mit verschiedenen Medien wechseln sich im FÖJ in Steinrode ab mit den ganz normalen Alltagsarbeiten, die auf so einem Gelände eben anfallen. Besucher*Innen sonntags über Steinrode informieren und Basteln oder Spielen mit Kindern und Jugendlichen gehören dazu,  immer wieder können auch eigene Ideen eingebracht werden.
„Als ich kam, ging es erstmal ans Baumstämmeschälen“, erinnert sich Wiebke Bremers. Das Material für eine Reparatur der Palisade war angeliefert worden und musste vorbereitet werden. „Am spannendsten fand ich bisher, wie wir neue Möbel gebaut haben“, sagt die 19-Jährige. Und auch die erste ganz eigenständige Reparatur eines Geländers machte ein gutes Gefühl. In Steinrode arbeitet man viel draußen. Das war für die Pfadfinderin, die sich auch auf andere FÖJ-Stellen beworben hatte, ein eindeutiger Pluspunkt. „Das ist hier ein bisschen, wie bei den Pfadfindern, nur das ganze Jahr“, sagt sie lachend. Das Pfadfinder-Stockspiel hat sie auch gleich in den Spiele-Parcours Steinrodes integriert. Aber nicht alle Aufgaben sind draußen oder „mittelalterlich“. Die beiden FÖJler bestücken den Steinrode-Instagram-Account, Wiebke hat das jüngste Rückblicks-Video für den Steinrode-YouTube-Kanal geschnitten und auch an der Überarbeitung dieser Webseite waren beide beteiligt.

Üblicherweise widmet sich jede/r FÖJler*In während des Jahres im Mittelalterdorf auch einem eigenen Projekt. Während Julian Wohler sich „Herstellen einer Lederrüstung“ als Thema gewählt hat, ist es bei Wiebke mittelalterliche Musik. Sie baut eine Talharpa, eigentlich ein Instrumentder Wikinger, das im Mittelalter und bis heute in Schweden beheimatet war und ist. Damit die Ergebnisse der Projektarbeit auch in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einfließen können, hat die FÖJlerin ausprobiert, wie man mit einfachen Mitteln Instrumente mit Kindern bauen kann: „Diemeisten Bastelvorschläge, die ich gefunden habe, beinhalteten viel Plastik. Das passt nicht hierher. So bin ich auf „Möhrenflöten“ gekommen.“ „Musik aus dem Garten“ heißt nun das Projekt, bei dem das Gemüse zu pfeifen beginnt.
Weitere Möglichkeiten bietet die Kooperation mit dem Waldpädagogikzentrum Göttingen, Haus Steinberg. Dort nutzte beispielsweise Julian Wohler die Gelegenheit, an einer Jagd teilnehmen zukönnen.

Die FÖJler*Innen nehmen darüber hinaus an einer Reihe von Seminaren und Workshops an der Alfred Töpfer Akademie teil – zurzeit meistens als Videokonferenz, sonst aber auch in Präsenz. „Da lernt man FÖJler aus ganz Niedersachsen kennen und kann sich untereinander austauschen“, erzählt Wiebke Bremers. Die unterschiedlichsten Themen aus Natur- und Umweltschutz werden dort bearbeitet. So standen Bodenschätze und Bodenbeschaffenheit, Meeresverschmutzung, Fracking, Fleischkonsum, nachhaltige Landwirtschaft, Nachhaltigkeit im Alltag aber auch Kunst in der Umwelt im laufenden FÖJ schon auf dem Programm. In Steinrode laufen derweil die Vorbereitungen für die neue Saison. Denn ab dem 27. März soll, wenn alles glatt läuft, wieder jeweils sonntags für Besucher*Innen geöffnet werden.

Hintergrund
Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz ist Träger des FÖJ in Niedersachsen und verwaltet die Plätze - von den ostfriesischen Inseln bis zum Harz, von der Göhrde bis ins Emsland. Wer sich bewerben möchte, schaut am besten auf der Webseite der Akademie nach:  www.nna.niedersachsen.de