Willkommen!

Herzlich Willkommen auf der Webseite unseres Mittelalterlichen Dorfes Steinrode!

Acht Kilometer südlich von Hann. Münden, mitten im schönen Kaufunger Wald gelegen, erscheinen die Dächer des Modelldorfes. Wir bieten Ihnen einen Einblick in das mittelalterliche Leben, in alte Handwerke und vieles mehr! Ob als Familie mit Kindern, als Schulklasse oder zum Geburtstag - bei uns ist für jeden und jede etwas dabei!

Bei uns heißt es besuchen, buchen, mitmachen!

Die neue Saison hat begonnen

Das mittelalterliche Modelldorf Steinrode ist wieder bis in den Oktober hinein sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr für Besucher*Innen geöffnet. Erwachsene Besucher zahlen drei Euro „Wegezoll“, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei. Im Dörfchen warten Spielemöglichkeiten, eine Mitmachaktion (Basteln) und kurze Führungen auf die Besucher, Bratwurst, Kaffee und Kuchen.

Kontakt: info@steinrode.de

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Mach doch mal ein FÖJ!
Bewerbungsverfahren niedersachsenweit läuft. Mittelalterdorf Steinrode ist eine von 233 Einsatzstellen

Hann. Münden. Nach dem Lern-Stress zum Abi einfach mal raus: Das war einer der Beweggründe für Wiebke Bremers, sich um ein FÖJ zu bewerben, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Über die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz kam Wiebke Bremers ins mittelalterliche Modelldorf Steinrode nach Hann. Münden. Seit September 2021 ist sie, zusammen mit ihrem FÖJ-Kollegen Julian Wohler, in Steinrode direkt, aber auch hinter den Kulissen aktiv und von der Vielfalt der Möglichkeiten, die diese Einsatzstelle bietet, ganz begeistert. Das Bewerbungsverfahren für die nächste FÖJ-Runde läuft, bewerben kann man sich direkt bei der Akademie (siehe Hintergrund!).

Handwerkliches, Kreatives und der Umgang mit verschiedenen Medien wechseln sich im FÖJ in Steinrode ab mit den ganz normalen Alltagsarbeiten, die auf so einem Gelände eben anfallen. Besucher*Innen sonntags über Steinrode informieren und Basteln oder Spielen mit Kindern und Jugendlichen gehören dazu,  immer wieder können auch eigene Ideen eingebracht werden.
„Als ich kam, ging es erstmal ans Baumstämmeschälen“, erinnert sich Wiebke Bremers. Das Material für eine Reparatur der Palisade war angeliefert worden und musste vorbereitet werden. „Am spannendsten fand ich bisher, wie wir neue Möbel gebaut haben“, sagt die 19-Jährige. Und auch die erste ganz eigenständige Reparatur eines Geländers machte ein gutes Gefühl. In Steinrode arbeitet man viel draußen. Das war für die Pfadfinderin, die sich auch auf andere FÖJ-Stellen beworben hatte, ein eindeutiger Pluspunkt. „Das ist hier ein bisschen, wie bei den Pfadfindern, nur das ganze Jahr“, sagt sie lachend. Das Pfadfinder-Stockspiel hat sie auch gleich in den Spiele-Parcours Steinrodes integriert. Aber nicht alle Aufgaben sind draußen oder „mittelalterlich“. Die beiden FÖJler bestücken den Steinrode-Instagram-Account, Wiebke hat das jüngste Rückblicks-Video für den Steinrode-YouTube-Kanal geschnitten und auch an der Überarbeitung der Webseite (www.steinrode.de) waren beide beteiligt.

Üblicherweise widmet sich jede/r FÖJler*In während des Jahres im Mittelalterdorf auch einem eigenen Projekt. Während Julian Wohler sich „Herstellen einer Lederrüstung“ als Thema gewählt hat, ist es bei Wiebke mittelalterliche Musik. Sie baut eine Talharpa, eigentlich ein Instrumentder Wikinger, das im Mittelalter und bis heute in Schweden beheimatet war und ist. Damit die Ergebnisse der Projektarbeit auch in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einfließen können, hat die FÖJlerin ausprobiert, wie man mit einfachen Mitteln Instrumente mit Kindern bauen kann: „Diemeisten Bastelvorschläge, die ich gefunden habe, beinhalteten viel Plastik. Das passt nicht hierher. So bin ich auf „Möhrenflöten“ gekommen.“ „Musik aus dem Garten“ heißt nun das Projekt, bei dem das Gemüse zu pfeifen beginnt.
Weitere Möglichkeiten bietet die Kooperation mit dem Waldpädagogikzentrum Göttingen, Haus Steinberg. Dort nutzte beispielsweise Julian Wohler die Gelegenheit, an einer Jagd teilnehmen zukönnen.

Die FÖJler*Innen nehmen darüber hinaus an einer Reihe von Seminaren und Workshops an der Alfred Töpfer Akademie teil – zurzeit meistens als Videokonferenz, sonst aber auch in Präsenz. „Da lernt man FÖJler aus ganz Niedersachsen kennen und kann sich untereinander austauschen“, erzählt Wiebke Bremers. Die unterschiedlichsten Themen aus Natur- und Umweltschutz werden dort bearbeitet. So standen Bodenschätze und Bodenbeschaffenheit, Meeresverschmutzung, Fracking, Fleischkonsum, nachhaltige Landwirtschaft, Nachhaltigkeit im Alltag aber auch Kunst in der Umwelt im laufenden FÖJ schon auf dem Programm. In Steinrode laufen derweil die Vorbereitungen für die neue Saison. Denn ab dem 27. März soll, wenn alles glatt läuft, wieder jeweils sonntags für Besucher*Innen geöffnet werden.

Hintergrund
Im Januar ist das Bewerbungsverfahren für den kommenden FÖJ-Jahrgang 2022/23 bei der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz in Niedersachsen gestartet. Landesweit sind 325 Plätze zu vergeben: von den ostfriesischen Inseln bis zum Harz, von der Göhrde bis ins Emsland. Als Einsatzstelle neu dabei sind zum Beispiel der Falkenhof im Wisentgehege in Springe, die Klimaschutzagentur Mittelweser in Nienburg und der Lernort Technik und Natur in Wilhelmshaven. Insgesamt beteiligen sich mit 233 Einsatzstellen so viele wie nie zuvor.
Wer sich bewerben möchte, hat bis Ende Februar optimale Chancen. Ab März beginnen die Einsatzstellen mit ihren Auswahlverfahren. Alle wichtigen Informationen rund um das FÖJ und zur Bewerbung finden sich auf der Website der Naturschutzakademie, dem Träger des FÖJ in Niedersachsen: www.nna.niedersachsen.de. Dort findet man auch das online Bewerbungsportal.